Seide
Geschichte der Seide

Die Geschichte der Seide

Dupionseide, in Deutschland auch bekannt als Wildseide, ist eine Unterart von Seide, wie wir sie unter Herstellung beschrieben haben. Ihre Geschichte geht mehrere Tausend Jahre zurück in die Zeit der Chinesischen Dynastien.

Nach der Legende hatte die chinesische Kaiserin Si Ling Chi bei einem Spaziergang eine Raupe auf einem Baum entdeckt, die sich in einen seidenen Faden einwickelte. Die Kaiserin kam auf die Idee, selbst sich von einem solch sanften Stoff einhüllen zu lassen, und auf ihren Wunsch hin entstand die Produktion von Seidenstoffen. Die Kunst, den Seidenfaden vom Kokon abzuhaspeln, wurde in China über mehrere Jahrtausende hinweg als höchstes Geheimnis gewahrt. Schmuggler von Seiden, besonders aber von Seidenraupen wurden zum Tode verurteilt. Als schließlich die Seidenstraße China mit Indien und Europa bzw. Arabien verband, war die Kunst noch immer ein gut gehütetes Geheimnis geblieben.

Ca. 200 v.Chr. schließlich erfolgte der Export der Seide über Indien bis nach Europa, v.a. Italien, wo sie in Rom teuer verkauft, das heißt gegen viel Gold eingetauscht wurde.

Ab dem 6. Jahrhundert nach Chr. konnten schließlich die ersten Seidenraupen aus China gebracht werden, die dann im Laufe der folgenden Jahrhunderte vielfach in Europa gezüchtet wurden. Auf diese Weise entstand die Seidenproduktion erst in Italien, ab dem 17. Jht. lief Frankreich Italien den Rang ab. Auch in Deutschland und der Schweiz wurden nach und nach Raupenzuchten aufgebaut und Seide produziert.

Heute ist China immer noch mit großem Abstand das führende Land für Seidenproduktion. Indien, Thailand, Japan und Brasilien folgen. Man schätzt, daß heute die Seidenproduktion etwa 1% an der weltweiten Faserproduktion hat.

© TheSilkHouse 2007